» 4 Sterne Hotel auf der Cayo Guillermo, Provinz Ciego de Ávila
Das Hotel Iberostar Daiquirí liegt an der Nordküste der Cayo Guillermo, der kleinen Nebeninsel der Cayo Coco. Das Hotel Daiquirí ist ein sehr gut von der spanischen Hotelkette Iberostar geführtes Hotel, dessen Highlight der karibische Traumstrand ist, der kaum Wünsche offen lässt.
Die Cayo Guillermo gehört zusammen mit der Cayo Coco zum Archipel Jardines del Rey vor der Nordküste von Zentralcuba. Die Cayo Guillermo ist dabei die kleinere der beiden Inseln. Die beiden Inseln gehören zur Provinz Ciego de Ávila und sind neben Varadero eine der wichtigsten touristischen Regionen auf Cuba. Seit 1988 besteht ein Damm, der die Cayo Guillermo mit der Cayo Coco verbindet und diese wiederum ist über einen Damm mit dem Festland verbunden. Wie auch bei Varadero ist der Zugang für Einheimische auf die beiden Inseln streng reglementiert. Unweit der Küste liegt ein Korallenriff, welches sich entlang der gesamten Nordküste von Cuba erstreckt und damit das zweitgrößte Korallenriff der Welt ist. Die Cayo Guillermo ist größtenteils von Marschland und Mangrovenwäldern bedeckt. Der südliche Teil der Cayo Guillermo ist ein Naturreservat für zahlreiche Zugvögel. Hier finden sich auch große Flamingo-Kolonien und Pelikane. Berühmt ist die Insel auch für den Reichtum an Fischen und Krustentieren in den umgebenden Gewässern. Dies zog auch einst den Schriftsteller Ernest Hemingway an, der zum Fischen mehrfach auf der Cayo Guillermo verweilte. Die Verbundenheit Hemingways mit der kleinen Insel merkt man noch an einigen Stellen: Das Hotel Villa Cojímar ist benannt nach dem kleinen Fischerdorf bei Havanna, wo Hemingways Boot lag, das Hotelrestaurant Bodeguita de Guillermo erinnert an Hemingways Lieblingsbar in Havanna, der Bodeguita del Medio, und schließlich ist der Strand am Westende der Insel, die Playa Pilar, nach Hemingways Boot benannt. Die fünf Hotelanlagen auf der Cayo Guillermo liegen alle an der Nordküste der Insel. Außerhalb dieser Hotelanlagen befinden sich keine weiteren Einrichtungen auf der Cayo, bis auf ein Zentrum für Hochseefischerei. Dieses ist auch sehr gut ausgestattet und bietet Ausflüge zum Hochseeangeln an. Die Cayo Guillermo bietet viele traumhafte Strände mit besonders feinem Sand und kristallklarem Wasser. Das Meer fällt an den Küsten der Inseln sehr flach ab. Nächstgelegene etwas größere Stadt auf dem Festland ist Morón. . Auf der Cayo Coco gibt es einen kleinen Flughafen, der direkt von internationalen Fluglinien angeflogen wird, allerdings seit 2006 nicht mehr von deutschen Fluggesellschaften. Der Transfer vom Flughafen auf der Cayo Coco bis zu den Hotels auf der Cayo Guillermo dauert gut 40 Minuten. Der gesamte Tourismus auf der Cayo Guillermo ist ökologischen Kriterien unterworfen. Ausflüge auf die weiteren kleinen Inseln der Jardines del Rey, Tauchausflüge, Vogelbeobachtungen und Reitausflüge werden angeboten. Mehrtägige Schiffsausflüge ins rund 500 Kilometer entfernte Havanna werden ebenso organisiert.
Das Hotel Daiquirí ist eine mittelgroße All-inklusive Hotelanlage, die von der spanischen Hotelkette Iberostar geführt wird. Das Hotel liegt direkt am Strand. Die Anlage besteht aus mehreren langen, dreistöckigen Gebäudeblöcken, die sich sternförmig um die Poollandschaft im Zentrum der Anlage anordnen. Eingebettet ist alles in eine üppige Gartenanlage, die sehr gepflegt und sauber ist. Überall grünt und blüht es. In den Teichen der Anlage gibt es Flamingos. Die Architektur der Gebäude erinnert grob an den Kolonialstil. Alles ist durchaus sehr freundlich gestaltet. Die Wege zu den einzelnen Einrichtungen der Hotelanlage sind gut ausgeschildert. 2006 wurde die Hotelanlage zuletzt für 3 Monate geschlossen und renoviert. Zwar merkt man noch immer an der ein oder anderen Stelle, dass das Hotel schon einige Jahre auf dem Buckel hat, dennoch ist sie sehr gut in Schuss und gepflegt.
Für die Verköstigung der Gäste sorgen drei Restaurants. Von diesen ist das Hauptrestaurant ein Buffet-Restaurant, die beiden anderen Restaurants sind A-la-Carte. Die Auswahl im Buffet-Restaurant ist relativ reichhaltig, wenn auch nicht besonders abwechslungsreich. Die Buffets sind dabei sehr auf die überwiegend englischen und kanadischen Gäste ausgerichtet. Dies merkt man vor allem beim Frühstück, wo neben Weißbrot vor allem auch deftige Koste wie Würstchen, Eier mit Speck, Pommes und ähnliches sowie eine umfangreiche Auswahl an Gebäck dominiert. Beim Mittags- und Abendbuffet findet sich jedoch ausreichend, um satt zu werden. Die Qualität des Essens ist recht gut. Das die Speisen oft nur lauwarm und schwach gewürzt sind, ist typisch für Cuba. Auf Cuba isst man halt eher etwas kälter und ungewürzter als in Europa. Der Speisesaal ist sehr sauber und der Service für Cuba überdurchschnittlich gut. Das Servicepersonal ist freundlich und aufmerksam. Die Tische werden schnell gereinigt und die Speisen schnell wieder aufgefüllt. Von den beiden A-la-Carte Restaurants liegt eines direkt am Strand. Dieses bietet kubanische Küche. Die Auswahl ist bescheiden, die Qualität jedoch gut. Das andere Spezialitätenrestaurant hat eine mexikanische Küchenausrichtung. Für beide Restaurants muss man vorher kostenlos einen Tisch reservieren. Bei guter Ausbuchung des Hotels empfiehlt es sich, schon bei Ankunft Reservierungen vorzunehmen. Für Getränke gibt es vier Bars. Die Getränke an den Bars sind bis auf wenige Besonderheiten alle im All-inclusive enthalten. Die Cocktails sind von durchschnittlicher Qualität. Die Lobbybar ist 24 Stunden geöffnet. Die Poolbar ist teilweise etwas überlaufen, so dass hier längere Wartezeiten entstehen.
Das Aushängeschild des Hotels Daiquirí ist dessen Strand. Und mit diesem kann sich das Hotel wahrlich brüsken. Es ist ein karibischer Traumstrand, wie man ihn von Postkarten her kennt, wobei die Cayo Guillermo gar nicht mal am karibischen Meer liegt. Der Sand ist weiß und fein. Der Strand ist gesäumt von Kokosplamen. Das Wasser fällt sehr flach ins Meer ab und ist sehr warm. Es schimmert türkisblau. Morgens werden gelegentlich Algen und Seegras angeschwemmt. Diese werden aber in der Regel sehr schnell vom Personal entfernt. Am Strand gibt es Liegen und Sonnenschirme in ausreichender Menge. Der Strand wird bewacht. Kajaks, Tretboote, Katamarane und anderes Wassersportequipment können kostenlos ausgeliehen werden. Wenige Kilometer vor der Küste beginnt das Korallenriff, welches zum Schnorcheln und Tauchen einlädt. Tauchlehrgänge und Ausflüge zu den vielen verschiedenen Tauchspots werden von der Tauchschule im benachbarten Hotel Melía Cayo Guillermo organisiert. Die Ausrüstung der Tauchschule ist gut. Erfahrene Taucher sollten jedoch vorher genau mit der Tauchschule die Tauchgänge abklären, da ansonsten die Tauchgruppen sehr inhomogen sind. Für erfahrene Taucher ist nichts langweiliger, als mit Tauchanfängern gemeinsam Tauchen zu gehen. Wer mehr das Süßwasser mag, für den gibt es zwei Swimmingpools mit abgetrennten Kinderbecken, die sich zu einer Poollandschaft vereinen. Die Poollandschaft ist dabei eher mittelgroß und nicht so aufregend gestaltet, wie bei manch anderem Hotel auf der Cayo Guillermo oder der Cayo Coco. Die Pools sind, wenn auch schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch sauber und gepflegt und für eine Abkühlung reicht es schon. Für die sportlichen Aktivitäten gibt es Tennisplätze, Tischtennis und Volleyball. Enthalten ist auch ein kleiner Fitnessraum mit angeschlossener Sauna und Massageservice, der allerdings mäßig ausgestattet ist und zudem nicht klimatisiert ist. Tagsüber gibt es ein Animationsprogramm für Erwachsene, welches z.B. Bogenschießen und Luftgewehrschießen beinhaltet, und ein spezielles Animationsprogramm für Kinder. Das Animationsprogramm wird professionell durchgeführt. Dabei halten sich die Animateure dezent im Hintergrund, so dass man sich nicht ständig genötigt fühlt, bei diesem mitmachen zu müssen. Abends gibt es ein großes Showprogramm, welches ebenfalls recht professionell daherkommt und auch sehr abwechslungsreich ist. Am Ausflugsschalter des Hotels Daiquirí werden viele verschiedene Ausflüge angeboten. Diese weisen jedoch leider alle ein recht hohes Preisniveau auf. Einige lohnen sich für den Preis auch, andere wiederum nicht so. Angeboten werden z.B. Wandertouren durch die Natur, Fahrradausflüge, Jeep-Safaris, Katamaranfahrten durch die Cayos, Ausflüge mit dem Speedboat, Reitausflüge und Hochseefischen. Weitere Einrichtungen des Hotels Daiquirí ist ein Kinderclub, eine Diskothek, ein Spieleraum, ein Auto-, Moped- und Fahrradverleih, ein ärztlicher Dienst, ein Wäscheservice, ein Babysitterservice sowie ein Internetzugang, der allerdings kubanisch langsam und dafür recht teuer ist. Für den täglichen Bedarf und auch Souvenirs gibt es eine Handvoll Shops im Hotel.
Auffällig positiv im Hotel Daiquirí ist die Freundlichkeit des Personals. Alle Angestellten begegnen den Gästen höflich und hilfsbereit. Selbst im Restaurant ist man sehr aufmerksam und arbeitet zügig, was eher selten der Fall auf Cuba ist. Ebenso schnell verläuft der Check-In. Reklamationen werden schnell und unkompliziert bearbeitet. Englisch wird von fast allen Angestellten sehr gut gesprochen, einige wenige können auch etwas deutsch. Trinkgeld wird zwar immer gerne genommen, jedoch hat man hier nicht das Gefühl, dass der Service von diesem abhängig ist. Man sollte dabei aber auch nicht die vielen Angestellten vernachlässigen, die sich um die Anlage kümmern, wie z.B. die Gärtner, die einem morgens auch gerne mal Blumen schenken, ohne dafür auch nur andeutungsweise etwas zu verlangen. Die Gäste des Hotels Daiquirí kommen überwiegend aus Kanada und England. Auch wenn diese überwiegend freundlich sind, kann es zu gewissen Jahreszeiten auch schon mal etwas unangenehmer werden, nämlich dann, wenn besonders Trinkfeste Studenten aus Kanada einfallen, was hauptsächlich im März und April der Fall ist. Auch wenn die Cayo Guillermo etwas weniger auf Massentourismus ausgelegt ist als die benachbarte Cayo Coco, wird es dann schon etwas lauter. Ansonsten kann das Hotel Daiquirí aber empfohlen werden. Auch wenn man an manchen Ecken das Alter der Anlage merkt, ist alles sehr gepflegt und sauber. Besonders am Service merkt man, dass das Hotel sehr professionell von Iberostar geführt wird. Im Gegensatz zu manchem kubanischen Hotel wird die Hotelanlage in Schuss gehalten und man ist sehr auf die Zufriedenheit der Gäste bedacht. Die 4 Sterne des Hotels nach kubanischer Hotelkategorie kommen so annähernd auch auf internationale Hotelstandards. Besonders interessant ist das Hotel auch für Familien mit Kindern, da hier das Angebot für Kinder stimmt. Für Familien mit älteren Jugendlichen ist das Hotel allerdings sehr abgeschieden, da es keine Unternehmungsmöglichkeiten in der Umgebung gibt.
Die 312 Zimmer des Hotels Daiquirí sind re3lativ groß. Sie sind eher modern und zweckmäßig eingerichtet. Alle Zimmer haben einen Balkon oder eine Terrasse, einige davon auch mit Meerblick. Der Zustand der Einrichtung ist schwankend, man bemüht sich aber, regelmäßig die Einrichtungsgegenstände auszutauschen. Die Zimmer sind alle dennoch recht gepflegt und auch sauber. Auch die Matratzen werden regelmäßig erneuert und sind daher recht gut. Die Badezimmer sind ebenfalls recht unterschiedlicher Qualität, da auch diese im laufenden Betrieb nach und nach saniert werden. Ausgestattet sind die Zimmer mit Minibar, Safe und TV. Die Klimaanlagen funktionieren gut und sich nicht übermäßig laut. Falls es dennoch Beschwerden bezüglich Sauberkeit oder Zustand der Zimmer gibt, ist ein Wechsel des Zimmers zumeist recht unproblematisch. Die Suiten des Hotels haben etwas größere Betten und einen separaten Wohnraum.
Informationen:
Provinz: Ciego de Ávila
Stadt: Morón
Lage: ayo Guillermo
Telefon: (33) 301 650
Fax: (33) 301 645
Ausstattung:
Zimmer: 312
Kategorie:
Preis:
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