Jardín Botánico Soledad

Der Jardín Botánico Soledad ist mit einer Fläche von 90 Hektar und mit seinen über 2000 verschiedenen Pflanzenarten, darunter auch 300 Palmenarten, einer der größten botanischen Gärten Lateinamerikas. Das gigantische Areal wird teils zu Fuß, teilweise mit dem Auto erkundet.

 

Der Jardín Botánico Soledad liegt etwa 15 Kilometer von Cienfuegos entfernt und wurde 1912 von Edwin Atkins gegründet. Dieser war Besitzer der Zuckerfabrik Soledad und wandelte zunächst vier Hektar seines Landes in ein Zuckerrohr-Forschungszentrum um und bepflanzte es mit vielen tropischen Pflanzenarten. 1919 kaufte die Harvard Universität das Gelände auf und gründete das Botanische Institut für Zuckerrohr und die karibische Flora. 1961 wurde der botanische Garten von der kubanischen Regierung verstaatlicht.  Noch heute gehört zum Garten ein Labor, in welchem geforscht wird.

 

Nachdem man an der Kasse bezahlt hat, gestaltet sich schon die Zufahrt zum Garten beeindruckend. Der Weg führt an der nördlichen Seite des Parks eine Allee entlang bis zum Glashaus. Der gesamte Weg ist gesäumt von majestätischen Königspalmen.

 

Im Glashaus gibt es 200 Kakteenarten zu bestaunen. Diese sind allerdings alle recht jung, da sie erst 1996 nach dem Hurrikane Lilly angepflanzt wurden. Vom Glashaus geht’s zu einem dahinter gelegenen Teich. Auf dem Weg dahin kann man u.a. Mimosen sehen. Der Teich ist komplett bedeckt mit Wasserlilien, die in hellrosa, weiß, dunkellila, blau oder gelb erstrahlen.

 

Durchstreift man den Park, entdeckt man unzählige Pflanzen und Bäume, teilweise endemische Arten. Teilweise sieht man riesige Bambusbäume. Es gibt auch Flächen, auf denen Gemüsepflanzen und Heilpflanzen angebaut werden. Highlight sind allerdings die Wälder im Park, vor allem mit ihren vielen Palmenarten. Palmen symbolisieren für die Kubaner die Macht der Götter. Nationalpflanze ist die riesige Königspalme (Roystonea regia). Zu den weiteren bekannten Arten im Park zählen die Flaschenpalme (Colpothrinax wrightii), die eine Verdickung in der Mitte des Stammes hat und daher auch barrigona, die Schwangere, genannt wird, die Salbal-Palme, deren farnartige Blätter vielfach zum Dachdecken benutzt werden, die Coccothrinax (Coccothrinax crinita), eine endemische Palme mit sehr buschigen Blattwerk, und die Korkpalme.

 

Nicht verpassen sollte man beim Besuch des Parks  den Banyan. Dieser ist eine Art der über 80 verschiedenen Feigenbäumen im botanischen Garten. Dieser auch bengalische Feige (Ficus benghalensis) genannte Luftwurzler hat einen Umfang von über 20 Metern.

 

Provinz: Cienfuegos

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