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Varadero

VaraderoVaradero ist Cubas bekanntester Urlaubsort – gelegen auf der nur über eine Zugbrücke mit dem Festland verbundenen, 19 Kilometer langen Peninsula de Hicacos. Mit seinen traumhaften Stränden ist Varadero das Ziel schlechthin für alle Strandurlauber – und Albtraum für alle Kultur- und Lebensartinteressierten.

Die Peninsula de Hicacos ist eine sehr schmale, langgezogene Insel (Breiteste Ausdehnung sind 1,3 Kilometer). Sie liegt zwischen der Straße von Florida im Norden und der Bahia de Cardenas im Süden. Mit Kubanern kommt man in Varadero eher weniger in Kontakt: Der Zugang ist streng reglementiert. Normalerweise haben nur in der Tourismusindustrie beschäftigte Kubaner Zugang zur Insel. Hinzu kommen die Kubaner, denen hier ein Urlaubsaufenthalt genehmigt wird. Da hier der kubanische Peso nicht akzeptiert wird, ist die Gruppe der hierfür infrage kommenden Kubaner aber sehr strak begrenzt. Die sich über die Insel hinziehende Stadt Varadero kann auch sehr gut mit dem Fahrrad, Mofa oder per Pferdekutsche durchstreift werden. Zwischen den majestätischen Kokosnusspalmen, Flamboyants und Bougainvilleas reihen sich Hotels, Restaurants, Feriendörfer, Bars, Diskos, Geschäfte, Kinos, Campingplätze und Sportzentren aneinander. An der Avenida las Americas im Osten der Insel befinden sich die führenden Luxushotels, Yachtclubs und ein Golfplatz. Entlang der Südküste verläuft die Schnellstraße Autopista Sur.

Die Altstadt von Varadero besitzt keine nennenswerten historischen Bauwerke. Zentrum der Stadt ist der Parque Central. An ihm steht die Iglesia de Santa Elvira. Das älteste erwähnenswerte Hotel ist das Internacional aus den 50er Jahren im Westen der Insel. Es verfügt über ein Kasino und einen extravaganten Swimmingpool.

Geschichte

Erstmals in der Geschichte wurde Varadero besiedelt im Jahr 1555. Es war jedoch keine Stadt, sondern ein Trockendock (spanisch Varadero). Zudem wurde hier Salz gewonnen. Die letzte Salzmiene wurde allerdings 1967 geschlossen. Seit 1587 war Varadero der wichtigste Hafen zur Versorgung der spanischen Lateinamerikaflotte. Die Stadt Varadero wurde erst am 5. Dezember 1887 gegründet. Gründer waren 10 Familien aus Cardenas, die hier ihre Feriendomizile gründeten. Schon immer war Varadero exklusiv den Reichen vorbehalten. Bis in die fünfziger Jahre war Varadero auch ein beliebtes Urlaubsziel für die amerikanische Millionäre wie Dupont oder auch für die amerikanischen Mafiagrößen wie Al Capone.

Sehenswürdigkeiten von Varadero
Parque Retiro Josone

1942 wurde dieser Park von dem Rumfabrikanten Jose Uturrio errichtet. Dessen Rumfabrik ist die Arrechabala vor den Toren von Cardenas. Der Name setzt sich zusammen aus der ersten Silbe seines Vornamens und der ersten Silbe des Vornamens seiner Frau Onelia. Der Park ist schön gestaltet mit tropischen Blumen und Bäumen. Im Park gibt es auch Restaurants sowie einen kleinen See mit vielen Vögeln. Auf dem See kann man auch rudern.

Museo Municipal

Das örtliche Museum zeigt die nicht sonderlich umfangreiche Geschichte der Stadt Varadero sowie die Historie des Tourismus. Zudem wird indianisches Kunsthandwerk gezeigt. Interessanter als der eigentliche Inhalt ist noch das Gebäude, in welchem sich das Museo Municipal befindet. Das blauweiße Holzhaus mit Ziegeldach ist ein typisches Beispiel für den us-amerikanischen Architekturstil zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der auch in der Karibik beliebt wurde. Diese in Louisiana hergestellten Fertighäuser waren leicht aufzustellen und eigneten sich sehr gut als Feriendomizile. Erbaut wurde es vom Architekten Leopoldo Abreu. Zum Museum gehört auch ein wunderschöner Garten, der auch besucht werden kann, sowie ein Balkon, von welchem aus man einen schönen Blick auf Küste und die feinen Sandstrände hat.

Restaurante Las Americas (Villa Xanadú)

Villa XanadúZwischen 1920 und 1950 kaufte der amerikanische Millionär und Chemiker Alfred Irenée Dupont de Nemours nach und nach einen Großteil der Peninsula de Hicacos von den spanischen Besitzern auf. Bis dahin standen auf Varadero nur einige Urlaubsvillen und ein Hotel. Er teilte die Insel in Parzellen für Kubaner und Amerikaner auf und entwickelte die Insel zu einem Zentrum für Glücksspiel und Prostitution. Beides wurde zu dieser Zeit in den USA streng verfolgt. Als Höhepunkt seines Schaffens auf Varadero beauftragte er die beiden kubanischen Architekten Govantes und Cabarrocas, die auch das Capitolio von Havanna entwarfen, auf dem höchsten Punkt von Varadero, dem felsigen Kap San Bernadino, eine Villa für ihn zu errichten. Die Xanadú genannte Villa wurde 1929 fertiggestellt. Es ist ein luxuriöser, vierstöckiger Bau, in welchem edelster italienischer Marmor und Edelhölzer verbaut wurden. Das Dach ist mit die Hitze isolierenden Keramikziegeln ausgestattet. Zum Gelände gehörte auch eine üppige Gartenanlage mit seltenen Pflanzen und einer Leguanfarm sowie ein Golfplatz. Der Bau des gesamten Anwesens verschlang die für damalige Verhältnisse sehr hohe Summe von 338.000 US Dollar. Nach der Revolution von 1959 musste Dupont aus Cuba fliehen. Sein Besitz wurde verstaatlicht und Xanadú in das Restaurant Las Americas umgewandelt. Das Restaurant bietet französische Küche. Xanadú kann aber auch ohne Restaurantbesuch besichtigt werden. Im Speisesaal stehen noch die Originalmöbel. In der Hausbibliothek sind Bücher und Fotografien der Dupont Familie ausgestellt. Von der großen Terrasse aus kann man auf den Golfplatz schauen. Golfspieler können hier auch auf Anfrage nächtigen.

Punta Hicacos

Ist man des Betons von Varadero überdrüssig und man sehnt sich nach etwas Natur, lohnt sich ein Besuch des östlichen Teils der Insel. Hier liegt das Naturreservat Punta Hicacos. Dort gibt es einige Höhlen. In der Höhle Cueva de Ambrosio können präkolumbische Wandmalereien besichtigt werden. Ein Besuch lohnt auch die Laguna de Mangon. Hier sind auch etwas abgeschiedenere Strände zu finden. Rund um die Punta Hicacos sind auch 23 Tauchgebiete ausgewiesen.

Provinz: matanzas

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