Suche:
Santiago de Cuba

Castillo del Morro in SantiagoMit seinen 423.000 Einwohnern ist Santiago de Cuba die zweitgrößte Stadt Cubas – und der Schmelztiegel der Kulturen Cubas schlechthin. Nirgendwo sonst auf Cuba vermischen sich karibische und afrikanische Kulturen so stark, was sich ausdrückt in Santiago als Heimat des Son und des kubanischen Karnevals.

Das afrikanische Erbe Santiago de Cubas ist allgegenwärtig. Die Stadt ist die afrikanischste aller kubanischen Städte, nirgendwo in Cuba leben mehr Schwarze als hier. Lebensfreude, Tanz und Musik sind überall spürbar. Der Höhepunkt der Ektase ist der alljährliche Karneval von Santiago de Cuba. Dennoch ist Santiago de Cuba auch eine Stadt, in der die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Alles entwickelt sich hier etwas langsamer, was an der schwülen Hitze und den Hügel der Stadt liegen mag. Man ist halt etwas entspannter hier und genießt das Leben.

Geschichte

Gegründet wurde Santiago de Cuba schon im Jahr 1515 als eine der ersten Städte Cubas durch den spanischen Gouverneur Diego Velázquez. Bis 1609 Havanna Hauptstadt wurde war Santiago de Cuba die zweite Hauptstadt Cubas. Einer der ersten Bürgermeister Santiagos war Hernán Cortéz, der später nach Mexiko aufbrach und das Aztekenreich eroberte. Santiago de Cuba stand früh im Fokus der spanischen Eroberer, da in den nahegelegenen Bergen der Sierra Maestra reiche Gold- und Kupfervorkommen vermutet wurden. Durch den Reichtum der Stadt wurde auch immer wieder englische und französische Piraten angezogen, so dass Spanien im 17. Jahrhundert begann, eine mächtige Festung mit dem Fortaleza el Morro gegen die Freibeuter zu errichten. Dies hielt jedoch Henry Morgan nicht davon ab, zusammen mit 900 Korsaren im Jahr 1662 die Stadt und die Festung zu erobern. Er hielt die Stadt einige Wochen lang, bevor er sich zurückzog. Einen regelrechten Boom erlebte Santiago de Cuba im Jahr 1791: Sklavenaufstände im benachbarten Haiti sorgten dafür, dass massenweise französische Plantagenbesitzer hierher übersiedelten. Sie brachten tausende von afrikanischen Sklaven mit. Santiago löste Haiti als wichtigen Zuckerproduzenten ab und wurde auch der wichtigste Umschlagplatz für Sklaven, die aus den Gebieten der Elfenbeinküste hierher entführt wurden und sich fortan auf den Plantagen verdingen mussten. Im 19. Jahrhundert erwarb sich Santiago de Cuba den Ruf als Stadt der Helden. Dem Befreiungskampf im Unabhängigkeitskrieg schlossen sich viele bedeutende Familien aus Santiago an. Unter ihnen auch die Familie Maceo. Deren elf Söhne, unter ihnen der Volksheld Antonio Maceo, starben im Kampf gegen die spanischen Besatzungstruppen. 1898 fand schließlich die entscheidende Schlacht gegen die Kolonialmacht Spanien hier in Santiago de Cuba statt. Mit Unterstützung US-amerikanischer Truppen wurden die Kolonialtruppen Spaniens besiegt. Auf dem San-Juan Hügel im Osten Santiagos unterzeichneten die Spanier die Kapitulation. 1953 nahm wieder in Santiago de Cuba eine Revolution ihren Anfang: Fidel Castro und seine Mannen stürmten die Moncada Kaserne, dem Symbol für das verhasste Batista Regime. Der Sturm misslang, die Revolutionäre wurden gefangen genommen und Fidel Castro wurde ins Gefängnis auf der Isla de la Juventud verfrachtet. Doch genau an den Ort der Niederlage kehrte Fidel Castro 1959 zurück, als er auf dem Balkon des Rathauses von Santiago de Cuba nach der Flucht Batistas den Sieg der Revolution verkündete. Heutzutage is Santiago de Cuba nach Havanna das wichtigste Industriezentrum Cubas, mit Ölraffinerien, Zement- und Textilfarbiken und dem zweitgrößten Containerhafen Cubas.

Sehenswürdigkeiten von Santiago de Cuba
Parque Céspedes

Zentrum und Herz der Stadt ist der Parque Céspedes. Um diesen breitet sich ein Gewirr von Gassen und Straßen aus. Viele der historisch bedeutsamen Gebäude der Stadt stehen am Parque Céspedes oder in unmittelbarer Umgebung, so dass unweigerlich jede Erkundung der Stadt hier ihren Anfang nimmt. Der ehemalige Plaza de Armas ist benannt nach dem Vater der kubanischen Republik Céspedes. Es ist ein belebter Platz, auf dem die Menschen zum Plaudern und Feiern zusammenkommen. Der Platz lädt mit seinen großen Bäumen, Blumenbeeten, Bänken und kleinen Wegen zum verweilen ein.

Ayuntamiento

Das Rathaus von Santiago wurde 1950 erbaut nach Plänen, die aus dem 18. Jahrhundert stammten. Es ist ein eher unscheinbares Gebäude, jedoch mit historisch großer Bedeutung: Am 1. Januar 1559 rief Fidel Castro auf dem kleinen Balkon des Gebäudes den Sieg der Revolution aus.

Balcón de Velázquez

Der Balcón de Velázquez ist eine große Aussichtsterrasse, die über einem spanischen Fort errichtet wurde. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick über Tivoli, Hafen und die Bucht von Santiago de Cuba. Von dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Fort sieht man nur noch einige Mauerreste. Auf der Terrasse selbst sind einige Bronzereliefs zu sehen mit Portraits von Diego Velázquez, Hernán Cortéz, Bartolomé de las Casas und dem Indianer Guamá. Der Zugang kostet allerdings Eintritt, schöne Ausblicke bekommt man woanders auch umsonst.

Calle Pedro Pico

Die Calle Pedro Pico mit ihrer steilen Treppe führt hinauf auf den Tivoli, einen bunten Stadtviertel, in dem sich die verschiedensten Gruppen niederließen, u.a. Puerto Ricaner, Jamaikaner, Araber, Dominikaner, Franzosen und Chinesen. Vom Tivoli aus hat man einen schönen Blick über die Stadt und die Bucht.

Casa de Diego Velázquez

Die Casa de Diego Velázquez war der Wohnsitz des ersten Gouverneurs Cubas Diego Velázquez, der das Gebäude von 1516 bis 1530 bewohnte. Auch wenn umstritten, wird das Haus als das älteste Privathaus Cubas bezeichnet. Es wurde 1965 vom Architekten Francisco Prat Puig komplett restauriert. Im 17. Jahrhundert wurden in den Gebäude Finanztransaktionen abgeschlossen, im Erdgeschoss steht noch immer ein Ofen, in dem Gold geschmolzen wurde. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude erweitert und mit dem nebenan stehenden Gebäude verbunden. Die Casa de Diego Velázquez weist einige Elemente des mudéjar Stils auf, einem maurischen Architekturstil. So ist z.B die Galerie im ersten Stock verkleidet mit Holzverblendungen, die in diesem Stil gehalten sind. Ebenfalls im ersten Stock findet man noch Reste der ursprünglichen alfarje Decken.

Die Casa de Diego Velázquez beheimatet heute das Museo Ambiente Histórico Cubano, welches sich der Veranschaulichung der Entwicklung der kubanischen Innenarchitektur widmet. Es wird Mobiliar aus den verschiedenen Epochen gezeigt, darunter viele Einrichtungsgegenstände der Kolonialzeit. Neben den eher schnörkellosen kreolischen Möbeln des 16. Und 17. Jahrhunderts finden sich auch ein Priesterstuhl und eine schmiedeeiserne Truhe, zwei Paradestücke maurischer Einrichtungsgegenstände. Im Untergeschoss sind Möbel des Luis las Casas Stil, eines typischen Stils für Cuba. Der Stil verbindet englische Elemente mit französischen Rokoko-Motiven. Die Gegenstände sind üppig verziert und weisen oft Klauenförmige Füße auf. Ein Speisesaal aus dem 19. Jahrhundert mit Buntglasfenstern und französischen Möbeln zeigt Beispiele dieses Stils. Der einzige Gegenstand, der an die spanischen Konquistadoren erinnert ist ein Wandteppich mit dem Familienwappen der Velázquez.

Casa de la Trova

Die Casa de la Trova liegt direkt an der Calle Heredia, einer der belebtesten Straßen Cubas überhaupt. In der Casa wird täglich Livemusik geboten, die zum Feiern einlädt.

Casa Natal de Antonio Maceo

In diesem Haus wurde der General des kubanischen Unabhängigkeitskampfes am 14. Juni 1845 geboren. Das Gebäude ist eher ein kleines, bescheidenes Haus. Es werden einige persönliche Gegenstände Maceos gezeigt sowie Fotos, die ihn z.B. mit seinem Bruder José oder seiner Mutter Mariana Grajales zeigen.

Casa Natal de José Maria Heredia

An der Calle Heredia steht das Geburtshaus des Dichers José María Heredia, einem Cousin des ebenfalls in Cuba geborenen, französischen Dichters der Parnassien-Gruppe gleichen Namens. Heredia lebte von 1803 bis 1839 und war berühmt für seine Oden an die Natur. Er ist einer der bedeutendsten Dichter Cubas. Sein Geburtshaus ist ein schlichtes, elegantes Haus aus dem 18. Jahrhundert. Das restaurierte Gebäude enthält gut erhaltene Stilmöbel, Holzdecken und Fliesenböden. Der Eingangsbereich besitzt eine Kassettendecke und zeigt die Ahnengalerie der Heredias. Der Innenhof des Hauses besitzt einen Säulengang mit Holzsäulen. In der Mitte ist ein Steinbrunnen. Der Hof ist üppig bewachsen. Im Schlafzimmer von Heredia stehen ein Mahagonibett und elegante antike Lampen. Im Säulenhof werden oft Dichterlesungen und andere kulturelle Veranstaltungen abgehalten. Beim Festival del Caribe finden hier Literaturseminare und –workshops statt.

Catedral de la Asunción

Catedral de la AsunciónDie Kathedrale von Santiago de Cuba, mit vollem Namen „Catedral de Nuestra Senora de la Asuncion“ stammt aus dem Jahre 1555 und ist damit eine der ältesten Kathedralen Cubas. Die Grundstruktur ist der einer Basilika, mit einem Hauptschiff und vier Seitenschiffen, einer Apsis und einem Vestibül. Obwohl diese Grundstruktur erhalten blieb, wurde die Kathedrale im Laufe der Zeit immer wieder verändert. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche fast vollständig bei mehreren Piratenüberfällen zerstört. Von 1666 bis 1670 wurde sie komplett neu aufgebaut. Im 18. Und 19. Jahrhundert wurde die Kirche mehrmals durch starke Erdbeben stark in Mitleidenschaft gezogen. Der heute zu sehende bunte Stilmix der Kathedrale beruht auf Umbaumaßnahmen des Architekten Segrera. Dieser fügte 1922 die Glockentürme hinzu, ließ das Innere bemalen und die Fassade umgestalten. Über dem Hauptportal befindet sich ein Marmorengel, im Inneren wurden Statuen von Christopher Kolumbus und Bartolomé de las Casas aufgestellt. Die Kathedrale de la Asunción ist Nationaldenkmal Cubas.

Angeschlossen an die Kathedrale ist das Museo Eclesiástico. Dort werden Fresken des Dominikaners Luis Desangles, liturgische Gegenstände, Statuen und eine umfangreiche Sammlung an Partituren von Kirchenmusik gezeigt.

Museo Histórico 26 de Julio - Cuartel Moncada

Die Moncada Kaserne in Santiago de Cuba war die zweitgrößte ihrer Zeit, als am 26. Juli 1953 die Revolutionäre um Fidel Castro diese versuchten zu stürmen. Der Lohn wäre ein riesiges Arsenal an Waffen gewesen, das zum Volksaufstand gereicht hätte. Doch Fidel Castro und seine 100 Rebellen scheiterten. Abel Santamaria sollte den strategisch wichtigen Punkt des Krankenhauses Saturnino Lora erobern, Raul Castro den Gerichtshof. 8 Rebellen starben noch bei dem Angriff, 55 wurden gefangen genommen, gefoltert und hingerichtet. Fidel Castro wurde auf der Isla de la Juventud inhaftiert. Obwohl der Angriff scheiterte sorgte er doch zumindest für weltweite Aufmerksamkeit.

Seit der Revolution von 1959 ist in der Kaserne, deren Fassade noch immer die Einschusslöcher vom 26. Juli 1953 zeigt, die Schule Ciudad Escolar 26 de Julio untergebracht. Ein Teil des Gebäudes beherbergt das Museo Histórico 26 de Julio. Dieses zeigt die Geschichte seit der Entdeckung durch Kolumbus, konzentriert sich jedoch sehr stark auf die Zeit der Revolution. Der Angriff auf die Moncada Kaserne ist in einem Modell nachgestellt. Zudem werden persönliche Gegenstände von Fidel und Raul Castro und Che Guevara gezeigt.

Hotel Casa Granda

Das Hotel Casa Granda befindet sich in einem schmucken historischen Gebäude aus dem Jahre 1920. Das Hotel findet Erwähnung in Graham Greene´s „Unser Mann in Havanna“, wo das Casa Granda als Agententreffpunkt beschreiben wird. Von der Dachterrasse des Hotels aus hat man einen schönen Blick über den Parque Cespedes.

Museo de la Lucha Clandestina

Das “Museum des heimlichen Kampfes” liegt auf den Hügeln des Tivoli südlich des Parque Cespedes, direkt an einem hübschen Platz. Von 1951 bis 1956 war das Gebäude das Hauptquartier von Batistas Polizei. Am 30. November 1956 wurde es von den zu dieser Zeit aktiven Revolutionären unter Führung von Frank País niedergebrannt. Seit seinem Wiederaufbau beherbergt das Gebäude das Museum, welches sich vor allem mit der Zeit vom 26. Juli 1953 bis zum 30. Juli 1957 beschäftigt. In dieser Zeit liegt der heimliche Kampf der noch auf Cuba verbliebenen Revolutionäre. Am 30. Juli 1957 wurde der Führer Frank País gefangen genommen und ermordet.

Museo del Carneval

Das Museum des Karnevals ist untergebracht in einem Gebäude des 18. Jahrhunderts. Das Museum ist hier seit 1983 beheimatet. Zuvor wurde das Haus Mitte des 20. Jahrhunderts erst in eine Grundschule umgebaut, später beherbergte es Büros. Das Museum zeigt Fotografien, Chroniken, Banner , Musikinstrumente, Kostüme und Masken des berühmten Carnival de Santiago. Im Innenhof werden Folklorefeste und Übungen der Karnevalsgruppen aufgeführt. Der Karneval von Santiago de Cuba ist sehr strak beeinflusst von afrikanischen und franko-haitianischen Elementen.

Museo del Ron

Barcardí MoreauDas Rummuseum Museo del Ron liegt östlich des Parque Cespedes an der Ecke der Calle Bartolome Maso und der Calle Hartmann in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Es wird die Herstellung von Rum gezeigt und die Geschichte der Fabrik Bacardí. Der nahegelegene Parque Dolores lädt zum Verweilen ein. Der Platz ist umringt von alten Gebäuden mit schmiedeeisernen Geländern. Im Traditionscafé La Isabelica lässt sich hervorragend ein Kaffee genießen.

Museo Provincial Barcardí Moreau

Das Museo Provincial Barcardí Moreau ist das älteste Museum Cubas und öffnete schon 1828 seine Pforten. Es zeigt die private Sammlung von Emilio Bacardi, dem Gründer der berühmten Rumfabrik. Dieser war überzeugter Patriot und war nach Ausrufung der Republik auch Bürgermeister von Santiago de Cuba. Er hat eine beeindruckende Sammlung an Exponaten zusammengetragen, von der spanischen Eroberung bis hin zu den Unabhängigkeitskriegen. Er wollte damit ein Zeugnis für die Entwicklung des Nationalismus aus kultureller Sicht ablegen. Das Gebäude ließ er dafür extra von dem Architekten Segrera entwerfen. Das Gebäude ist ein eklektischer Bau mit breitem Treppenaufgang und einem Atrium, mit Statuen der Minerva und Libertas. Im Erdgeschoss befindet sich eine Sammlung von Waffen der Nationalhelden wie Antonio Maceo, Maximo Gomez und Jose Marti sowie eine Gemäldeausstellung mit Werken von Künstlern des 19. Jahrhunderts wie Felipe Lopez Gonzales, Juan Emilio Giro, Jose Joaquin Tejada Revilla und Buenaventura Martinez. Aus dem 20. Jahrhundert werden Werke von Wifredo Lam und Rene Portocarrero gezeigt. Im Untergeschoss des Gebäudes werden archäologische Funde gezeigt, darunter die einzige ägyptische Mumie Cubas.

Museo Abel Santamaria Cuadraro und Parque Histórico Abel Santamaría

Am Parque Historico Abel Santamaria stehen die Moncada Kaserne, das Krankenhaus Saturnino Lora und der Gerichtshof, die drei Gebäude, die Ziel des Aufstandes am 26. Juli 1956 waren. Abel Santamaria führte die Rebellengruppe an, die das Krankenhaus stürmen sollte. Er wurde gefangen genommen und hingerichtet.

In dem Krankenhaus ist heute das Museum Abel Santamaria Cuadrado beheimatet. Es widmet sich der Dokumentation des Gerichtsverfahrens, dass gegen die gefangen genommenen Rebellen wenige Tage nach dem Sturm auf die Moncada Kaserne abgehalten wurde. Neben Fotos, die die angespannte wirtschaftliche und soziale Lage der 50er unter Batista zeigen, ist auch das Redemanuskript ausgestellt, welches als Vorlage diente für die Selbstverteidigungsrede Fidel Castros vor Gericht, in der er den berühmten Satz sprach „Die Geschichte wird mich freisprechen“.

Plaza de Marte

Die Plaza de Marte ist der drittgrößte Platz von Santiago de Cuba. Er wurde im 19. Jahrhundert neu angelegt und ist östlich der Plaza Dolores gelegen. In der Kolonialzeit und unter der Herrschaft von General Machado wurden an diesem Ort Hinrichtungen vollstreckt. In der Mitte des Platzes ist eine Säule aufgestellt in Gedenken an die kubanische Unabhängigkeit.

Cementerio de Santa Ifigenia

Mausoleum Jose MartíEin Muss für jeden Besucher von Santiago de Cuba ist der Besuch des riesigen Monumentalfriedhofs Cementerio de Santa Ifigenia, dem zweitgrößten Friedhofs Cubas nach der Necropolis Colon von Havanna. Der Friedhof wurde in der Form eines lateinischen Kreuzes angelegt. Der Friedhof ist in Höfe aufgeteilt, die nach sozialem Status belegt wurden. Die ältesten Gräber auf dem Friedhof sind älter als zwei Jahrhundert, so dass der Besucher eine Reise von vergangenen Zeiten bis zur Neuzeit erlebt. Viele Grabmäler sind reich mit Statuen verziert, einige Menschen sind in aufwendigen Mausoleen bestattet. Die Grabmäler sind am Eingang zumeist klassizistisch, werden dann eklektisch bis hin zu modernistisch. Wichtigstes Grabmal ist das Mausoleum Jose Martí. Zudem findet man die Gräber von Carlos Manuel de Cespedes, Emilio Barcardí und der Mutter von Antonio Maceo. Im 20. Jahrhundert kamen viele Gräber der Revolutionäre hinzu, unter ihnen der 1957 ermordete Frank País.

Bosque de los Héroes

Im Osten vom Stadtzentrum gelegen, hinter dem Hotel Santiago, befindet sich ein kleiner Hügel, auf dem 1973 ein Denkmal zu Ehren Che Guevara´s und seiner in Bolivien gefallenen Kameraden zu finden ist. Ihre Namen sind in Marmortafeln eingraviert.

Plaza de la Revolutión

General Maceo auf der Plaza de la RevolutiónIm Nordosten von Santiago, hinter der Moncada Kaserne, liegt der Platz der Revolution. Der PPlatz ist Zentrum von drei strak befahrenen Straßen, die hier aufeinandertreffen. Entsprechend ist der Platz eher schmucklos. Überragt wird der Platz von einem Denkmal des Bildhauers Alberto Lezcay aus den 90er Jahren. Es zeigt General Maceo auf einem Pferd, umringt von 23 stilisierten Macheten. Hinter dem Platz der Revolution erstreckt sich ein modernes Wohnviertel, das starke Spuren sowjetischer Architektur aufweist.

Vista Alegre

Vista Alegra ist ein Stadtviertel mit eklektischen Gebäuden aus den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. In diesem Stadtviertel hat das Centro Africano Fernando Ortíz seinen Sitz, dass afrikanische Masken, Statuen und Instrumente zeigt. Zudem befindet sich hier die Casa del Caribe mit einem historischen Archiv, einer Bibliothek und einem Veranstaltungszentrum. Während des Festival de Caribe werden hier Riten afrikanischer Religionen vorgeführt.

Castillo del Morro

Castillo del MorroEin paar Kilometer außerhalb der Stadt am Eingang zur Bucht von Santiago de Cuba steht die mächtige Festung Castillo del Morro. Sie gehört seit 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Um Schutz vor den Piratenüberfällen zu bieten, gab der Gouverneur Pedro de la Roca 1637 an den Baumeister Giovanni Battista Antonelli den Auftrag zum Bau der Festung. Der Bau dauerte von 1638 bis 1700 und bot 400 Soldaten platz. Nachdem Festungen an Bedeutung verloren, wurde das Castillo del Morro schon 1775 in ein Gefängnis umgewandelt. Nur 1898 im Unabhängigkeitskrieg, als die Stadt von den USA angegriffen wurde, diente die Festung noch einmal ihrer ursprünglichen Bestimmung.

Betreten wird das Castillo del Morro über die noch im Original erhaltene Zugbrücke. Durch die Hanglage ist die Festung in fünf Ebenen erbaut. Die Ebenen sind durch teilweise enge und dunkle Gänge verbunden. Von der Festung aus hat man einen herrlichen Blick über die Bucht und Stadt von Santiago de Cuba.

Provinz: Santiago de Cuba

Kommentar schreibenKommentare zu diesem Artikel

Neuen Kommentar schreiben
Kontaktdaten
 
Kommentar
[b] [i] [u] [url] [quote] 
 
Sicherheit

(Für Reload Bild anklicken.)

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

Diesen Ort bewerten

( 10 - Bewertung(en) )
 

Login

» Passwort vergessen?

» Benutzernamen vergessen?

» Registrieren

Partner von Cubaworld.de

Social Bookmarks

Hinzufügen zu: JBookmarks Hinzufügen zu: Facebook Hinzufügen zu: Mr. Wong Hinzufügen zu: Webnews Hinzufügen zu: Windows Live Hinzufügen zu: Icio Hinzufügen zu: Ximmy Hinzufügen zu: Favoriten.de Hinzufügen zu: Readster Hinzufügen zu: Yigg Hinzufügen zu: Linkarena Hinzufügen zu: Digg Hinzufügen zu: Del.icoi.us Hinzufügen zu: Reddit Hinzufügen zu: Simpy Hinzufügen zu: StumbleUpon Hinzufügen zu: Yahoo Hinzufügen zu: Technorati Hinzufügen zu: Google

Sponsored Links