Obwohl weit weniger bekannt als Trinidad ist Sancti Spiritus mit seinen etwa 42.000 Einwohnern seit 1976 Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Dadurch, dass Sancti Spiritus im Schatten Trinidads steht, kann man diese Stadt, die ebenfalls ein schön restauriertes koloniales Stadtzentrum besitzt, eher abseits der großen Touristenströme genießen.
Sancti Spiritus ist eine belebte Stadt, in der es vor Fahrrädern, Ochsenkarren und Oldtimern nur so wimmelt. Dennoch findet man allerorts Ruhe in kleinen Parks. Durch die Altstadt mit ihren Kolonialbauten und den Kopfsteinpflaster lässt sich in angenehmer Atmosphäre schlendern.
Sancti Spiritus wurde als eine von sieben Villas 1514 durch Diego Velázquez am Fluss Tuinucú gegründet. 1822 wurde die Stadt an ihren heutigen Standpunkt am Ufer des Yayabo Flusses verlegt, inmitten einer fruchtbaren Landschaft. Trotz ihrer Lage im Landesinneren wurde Sancti Spiritus in seiner Geschichte mehrmals von Piraten geplündert. Im Jahre 1586 z.B. durch englische Piraten, wobei auch alle Gründungsdokumente dem von den Piraten gelegten Feuer anheimfielen. Schon im 16. Jahrhundert stellte die Stadt ein wichtiges wirtschaftliches und politisches, aber auch militärisches Zentrum dar. Im 18. Jahrhundert profitierte auch Sancti Spiritus vom Zuckerboom, so dass im historischen Zentrum prächtige Kolonialvillen entstanden.
Während der Revolution von 1959 schlugen sich viele Einwohner von Sancti Spiritus schon frühzeitig auf die Seite der Revolutionäre und unterstützten vor allem die Kampfgruppe um Che Guevara.
Die wuchtige, mittelalterlich anmutende Brücke über den Yayabo Fluss wurde 1825 erbaut. Sie besitzt große Terrakottabögen und steht unter Denkmalschutz. Sie ist eine der wichtigsten Lebensadern der Stadt.

Außerhalb der Stadt in Richtung Ciego de Avila liegt mit dem Presa Zaza der größte künstliche Stausee Cubas. An seinem Ufer kann man Vögel beobachten. Im fischreichen See kann auch geangelt werden.
Provinz: Sancti Spiritus