Direkt an der nördlich von Ciego de Ávila wegführenden Straße liegt Morón. Die Stadt hat ca. 60.000 Einwohner. Bis 1877 bildete Morón mit Ciego de Ávila eine Einheit, danach wurden die Städte getrennt und stehen seit dem in großer Rivalität zueinander.
Morón besitzt ein kleines kolonilaes Stadtzentrum. Morón eignet sich aber eher nur als kleiner Zwischenstopp auf dem Weg zu den nördlich gelegenen Cayos.
Gegründet wurde Morón 1750 durch andalusische Auswanderer. Die Stadt ist benannt nach dem andalusischen Dorf Morón de la Frontera. Aus diesem stammt die spanische Redewendung aus dem 16. Jahrhundert „Pass auf, dass du nicht endest wie der Hahn von Morón, der Federn und Kamm verlor“. Dies bezieht sich auf den damaligen Gouverneur des Dorfes, der aufgrund seiner Überheblichkeit und Dreistigkeit gallo (Hahn) genannt wurde. Die wütenden Bauern beraubten und verjagten den Gouverneur aus ihrer Stadt. Die Statue eines gerupften Hahns erinnerte daran. Die andalusischen Auswanderer stellten auch am Ortseingang des kubanischen Morón eine solche Statue auf. 1959 wurde die Statue entfernt und 1981 durch eine Bronzestatue ersetzt. 1896 war die Gegend um Morón Schauplatz des Unabhängigkeitskrieges. Die Spanier hatten hier eine Verteidigungslinie errichtet, deren Überreste in der Umgebung noch zu finden sind.
Das Ortsmuseum zeigt über 600 archäologische Funde aus der Gegend von Morón, darunter auch eine kleine Statue, das Idilillo de Barro.
Nördlich von Morón liegt die Laguna Redonda, ein runder See, der vor allem für seine Forellen bekannt ist.
Ebenfalls im Norden von Morón liegt der größte Süßwassersee Cubas mit der Laguna de Leche. Der See ist 67 Quadratkilometer groß und hat durch Kalksteinablagerungen ein trübes weißes Wasser. Er ist Heimat zahlreicher Karpfen, Hechte, Reiher und Flamingos.
nmitten des Weidelandes nördlich von Morón steht ein seltsam anmutendes Dorf: Es besitzt holländische Häuser. Auch die Tiere des Dorfes stammen aus Holland und wurden von Celia Sanchez hierhergeholt.
Rund 20 Kilometer westlich von Morón beginnt die Sierra Jatibonico, eine Bergkette, die auch sehr gut per Pferd erkundet werden kann. Man begibt sich dabei auf den Spuren des Revolutionärs Camillo Cienfuegos, der hier mit seinen Kämpfern vordrang.
Provinz: Ciego de Avila