Von Trinidad der Straße nach Sancti Spiritus folgend gelangt man ins Valle del los Ingenios, dem Tal der Zuckermühlen, eine fruchtbare Ebene zu Füßen der Sierra Escambray. 1988 wurde es in die Liste der Weltkulturerbestätten der UNESCO aufgenommen. Insgesamt 65 einzelne Objekte wie Zuckermühlen, Kolonialhäuser oder Sklavenunterkünfte wurden dabei berücksichtigt.
Die Landschaft des Valle de los Ingenios erstrahlt im Tiefen grün der dichten Zuckerrohrfelder, unterbrochen nur von Hainen der majestätischen Königspalmen. Benannt ist das Tal nach den Zuckermühlen aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts, deren Ruinen Zeugnis ablegen von der Blütezeit dieser Region. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 270 Quadratkilometern.
Ca. 6km von Trinidad entfernt befindet sich der Mirador de la Loma del Puerto, ein 192 Meter über dem Meeresspiegelö liegender Aussichtspunkt, von dem aus man einen Überblick über das gesamte Valle de los Ingenios bekommt. Dort befindet sich auch ein Cafe, wo man auch einen guarapo (Zuckerrohrsaft) serviert bekommt.
Highlight des Tals ist das Anwesen Manaca Iznaga. In der Blütezeit der 1840er Jahre lebten hier mehrere Hundert Sklaven. Das Haupthaus des Anwesens ist gut erhalten und beherbergt ein Restaurant und eine Bar. Abseits des Haupthauses stehen die barracones, die Sklavenhütten. Monumentalster Bau des Anwesens ist jedoch ein 45 Meter hoher Turm. Dieser besteht aus 7 Etagen, wobei die ersten 3 Etagen viereckig, die 4 obersten Etagen achteckig gebaut sind. Der Turm wurde 1830 vom Zuckerbaron Alejo Iznaga gebaut, um seinem Rivalen und Bruder Pedro, ebenfalls Zuckerbaron der Region, seine Überlegenheit zu demonstrieren. Der Turm diente zur Überwachung der Sklaven. Am Fuße des Turms befindet sich eine Glocke, mit der Beginn und Ende der Arbeitszeit der Sklaven eingeläutet wurde. Der Turm kann über eine Holztreppe bestiegen werden. Von oben bietet sich ein wunderschöner Blick über die Umgebung. Weitere sehenswerte Objekte im Valle de los Ingenios sind das Guachinango Anwesen, ein Gebäude aus dem 18 Jahrhundert, welches schön oberhalb des Rio Ay gelegen ist, oder das Dorf San Pedro, ein Beispiel für die aus den Zuckerrohrplantagen und der damit verbundenen Arbeit entstandenen Ortschaften des Valle de los Ingenios.
Das Tal kann auch mit einem Dampfzug erkundet werden, der in Trinidad startet und durch das komplette Tal fährt.
Provinz: Sancti Spiritus