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Jardines del Rey und die Cayo Coco

Playa de los Pinos auf der Cayo CocoIm atlantischen Ozean, nördlich der Provinz Ciego de Ávila, liegen die beiden Archipele Camagüey und Sabana, die zusammengenommen besser bekannt sind unter dem Namen Jardines del Rey. Der Archipel umfasst rund 400 kleine Inseln, die zumeist unbewohnt sind. Wichtigste Insel  des Archipels ist die Cayo Coco.

Die Jardines del Rey wurden 1522 durch den Konquistador und Gouverneur von Cuba, Diego Velázquez, entdeckt. Er benannte sie zu Ehren des Königs (rey) Carlos V. von Spanien. Lange Zeit waren die Jardines del Rey das Rückzugsgebiet von Piraten, die sich in dem unübersichtlichen Gewirr der vielen kleinen Inseln versteckt hielten. Später, nach Abschaffung der Sklaverei, wurden viele Sklaven illegal über die Jardines del Rey nach Cuba geschafft. 1988 wurde vom Festland ein Damm zu den Inseln Cayo Coco und Cayo Guillermo gebaut, so dass Besucher bequemer die schönen Strände, Korallenriffe und Feriendörfer auf diesen beiden touristisch erschlossenen Inseln des Archipels erreichen konnten. Für Kubaner ist der Zugang auf die Inseln des Archipels allerdings streng reglementiert.

 

Damm hin zur Cayo CocoGrößte Insel des Archipels ist die Cayo Coco, die über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Der Pedraplen genannte Damm ist zwar ein technisches Meisterwerk, allerdings bei Umweltschützern umstritten, da er Ebbe und Flut in diesem Bereich beeinflusst. Die Insel erstreckt sich über eine Fläche von 370 Quadratkilometern und bietet insgesamt rund 22 Kilometer feinste Sandstrände. Der Größte Teil der Insel ist mit Marschland bedeckt. Die Insel bietet unzählige Mangroven und Kokospalmen und ist ein bedeutendes Naturreservat für Zugvögel. In den Küstenregionen der Cayo Coco gibt es viele Lagunen, in denen Flamingos siedeln. Besonders gut lassen sich diese am Ende des Damms beobachten. An diesem Parador La Silla genanntem Aussichtspunkt kann man besonders in der Regenzeit von April bis November Flamingos beim Nisten sehen.  Benannt ist die Insel nach einem seltenen weißen Ibis, der von den Kubanern „coco“ genannt wird. Die touristische Infrastruktur der Inseln mit ihren Ferienanlagen ist strengen ökologischen Regeln unterworfen und konzentriert sich an der Nordküste der Insel. Die Strände der Insel sind sehr feinsandig und fallen sehr flach in warmes, türkisfarbenes Wasser ab. Von der Duna de la Loma del Puerto, einem natürlichen Aussichtspunkt, der über einen Pfad quer durch tropische Vegetation erreichbar ist, kann man die Nordküste überblicken. Die Playa Prohibida ist ein ruhiger, abgeschiedener Strand mit bis zu 14 Meter hohen Dünen. An der Playa Flamencos, einem rund drei Kilometer langen Strand an der Nordküste der Cayo Coco, gibt es besonders feinen Sand und kristallklares Wasser. Das Wasser ist hier bis zu einer Entfernung von 200 Metern vom Ufer nur knietief. Etwas weiter Richtung Inselinneres von diesem Strand aus liegt Güira, ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründetes Dorf mit traditioneller Bebauung. Dieses Dorf ist Ausgangspunkt für Reiterausflüge. Im Nordosten der Cayo Coco befindet sich das Centro de Investigaciones de Ecosistemas Costeras. Dieses Forschungszentrum untersucht die Auswirkungen des Tourismus auf das Ökosystem der Inseln. Das Zentrum kann besucht werden und stellt die auf den Inseln vorkommenden Vogelarten vor. Die Cayo Coco ist für Urlauber mit Familien ebenso geeignet wie für Tauch- und Wassersportler.

Die Cayo Guillermo liegt westlich der Cayo Coco und ist mit dieser ebenfalls über einen Damm verbunden. Die Cayo Guillermo ist 13 Quadratkilometer groß und bewachsen mit Mangroven, Palmen, Mahagonibäumen, Wacholdersträuchern und Mastixbäumen. Auf der Insel gibt es auch Hotels und Ferienanlagen. An der Playa Pilar gibt es bis zu 16 Meter hohe Dünen.

Ebenfalls ein Besuch wert ist die Cayo Paredón Grande. Dies ist die drittgrößte Insel des Archipels mit einer Länge von sechs Kilometern. Die Insel bietet keine Hotels, aber besitzt schöne Sandstrände und die Korallenriffe vor der Küste eignen sich sehr gut für Taucher. Auf der Insel steht zudem der schwarz-gelbe Leuchtturm Diego Velázquez, der hier 1859 von chinesischen Einwanderern errichtet wurde.

Die Cayo Romano gehört zwar offiziell zur Provinz Camagüey, ist jedoch natürlich gesehen Teil des Archipels. An der Küste dieser Cayo leben Seekühe.

Provinz: Ciego de Avila

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