Die Peninsula de Guanahacabibes umfasst den westlichsten Zipfel der cubanischen Insel und ist heute eines der Biosphärenreservate Cubas. Benannt ist die Halbinsel nach dem präkolumbischen Stamm, der hier siedelte.
Die Guanahacabibes Halbinsel ist in etwa 100km lang und 34km breit. 1984 wurde Guanahacabines von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt, um die einzigartige Flora und Fauna zu schützen. Das Gebiet ist relativ flach und besteht aus jungem Kalksteinformationen, die durch tropischen Karst geformt wurden und viele Höhlen bieten. Die Halbinsel ist von einem Mischwald überwuchert, der über 600 verschiedene Pflanzenarten beherbergt. In diesem finden sich u.a. Hirsche, Rehe, Wildschweine, unzählige Arten von Reptilien und jutias, eine Nagetierart, die in den Bäumen lebt und dem Opposum ähnelt. Ergänzt um Vogelarten wie Spechten, Papageien, Eulen, Kolobris (unter ihnen der kleinste Kolibri der Welt, der Hummelkolibri, auch Bienenelfe genannt), cartacubas und tocororos, bietet das Reservat eine unglaubliche Vielfalt. Bereits abgehlozte Gebiete sind durch den Karst (Wasser versickert in diesem sehr schnell) für die Landwirtschaft ungeeignet und sind heute Savannen. An den Küstenabschnitten legen die vom aussterben bedrohten Meeresschildkröten ihre Eier ab.
Ganz an der Westspitze Cubas, der Cabo San Antonio, steht eine Leuchtturm, der 1849 nach seinem Erbauer, dem spanischen Gouverneur Roncalli, benannt ist.
Der Besuch des Guanahacabibes Reservats ist streng geregelt. Es kann von La Fe aus nur ein Teil in der Nähe von La Bajada besucht werden. Genehmigungen erteilen die Forstbehörden, die sich in den Touristenbüros von Pinar del Rio befinden. Der Park kann mit einheimischen Führern per Jeep erkundet werden. Zudem kann eine Krokodilfarm besucht werden, die das endemische Kuba- oder Rautenkrokodil züchten.
Provinz: Pinar del Rio