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Gran Parque Nacional Sierra Maestra

Gran Parque Nacional Sierra MaestraDas legendäre Gebirge der Sierra Maestra liegt in den Provinzen Granma und Santiago de Cuba. Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 38.000 Hektar. Der Berg Pico Turquino ist mit 1974 Metern die höchste Erhebung auf Cuba. Berühmt wurde das Gebirge der Sierra Maestra durch Fidel Castro und seine barbudos.

Wer die Sierra Maestra erkunden möchte, beginnt zumeist in Villa Santo Domingo, einer kleinen Stadt, die etwa 35 Kilometer südlich der Straße von Bayamo nach Manzanillo liegt. Hier gibt es auch einfache Unterkünfte zu mieten.

Seit 1980 ist das Gebiet der Sierra Maestra Nationalpark. Das Gebirge ist dicht bewachsen mit dichten Wäldern, in denen man auch eine Vielzahl unterschiedlichster Orchideenarten vorfindet und eine artenreiche Tierwelt, darunter zum Beispiel der majestätische Rotschwanzbussard. Das feuchte Waldgebiet ist ein ideales Paradies für Wanderer und Bergsteiger.

Fünf Kilometer von Villa Santo Domingo entfernt liegt der 950 Meter hohe Aussichtspunkt Alto del Naranjo. Dieser kann entweder zu Fuß erklommen werden oder mit einem Auto mit Allradantrieb. Vom Aussichtspunkt aus kann man weiter wandern zu Fidel Castros Hauptquartier Comandancia de la Plata. Hierfür wird allerdings eine Sondererlaubnis benötigt, die man bei der Parkaufsicht in Villa Santo Domingo erhält. Der Weg dorthin kann nur zu Fuß erfolgen und dauert ungefähr eine Stunde. Der Weg führt durch dichte und oftmals nebelige Wälder. In der Comandancia de la Plata ist ein kleines Museum untergebracht. Neben einem Feldlazarett kann man die Stelle sehen, von der aus Che Guevara seine Radioansprachen an das Volk von Cuba hielt.

Pico TurquinoWer sich nicht primär auf die Spuren der Revolution begeben möchte, kann in der Sierra Maestra durch spektakuläre Landschaften wandern. Wer sich mehrere Tage in der Sierra Maestra aufhalten möchte, sollte allerdings bedenken, dass die touristischen Anlangen hier eher spartanisch daherkommen.  Übernachtungen gibt es zumeist nur in einfachen Hütten oder auf Campingplätzen. Geführte Wanderungen in der Sierra Maestra können von Villa Santo Domingo aus organisiert werden. Große Flächen in der Sierra Maestra sind zudem als militärisches Sperrgebiet ausgewiesen und dürfen nicht betreten werden. Eine dreitägige Wandertour durch den Nationalpark wird beginnend in Alto del Naranjo angeboten. Sie führt quer durch die Sierra Maestra bis zur Küstenstadt Las Cuevas am karibischen Meer. Die Tour richtet sich nicht unbedingt an erfahrene Bergsteiger, denn die Wege sind mit Leitern, Führungsseilen und in den Stein gehauenen Stufen befestigt. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit, ständigen dichten Nebel, heftigen Schauern und auch den letzten Abstieg vom Pico Turquino bedingt, sollte man jedoch schon ein gutes Maß an Fitness und Trittfestigkeit sowie eine gute Ausrüstung mit Bergschuhen, dicken Socken, Sonnenschutz, winddichten Jacken, Zelt und Isomatte mitbringen.

Südküste mit der Sierra Maestra im HintergrundEntlang des Südrands der Sierra Maestra liegt entlang der Küste die Riviera del Caribe. Dieser Küstenabschnitt, hinter der direkt die Berge der Sierra Maestra steil aufsteigen, bietet herrliche Aussichten. Entlang der Küste befinden sich unzählige Höhlen. Die Küste ist schroff mit vielen Buchten und Klippen. Die Küstenstraße führt von Marea del Portillo aus bis nach Santiago de Cuba. Der Ort Marea del Portillo selbst besitzt ein paar Hotels und eignet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge zu Wasser und zu Lande. Der Strand ist hier schwarzsandig. Noch etwas weiter die Küstenstraße in Richtung Westen folgend, gelangt man zu der Zuckerstadt Pilón. Diese besitzt einen wichtigen Handelshafen. Im Ort befindet sich das Museo Municipal Celia Sánchez Manduley.

Möchte man die Nordwestküste von Granma erkunden, beginnt man am besten in Manzanillo. Folgt man der Küstenstraße Richtung Süden, gelangt man zunächst nach La Demajagua. Dies ist das alte Anwesen von Céspedes. Auf dem Anwesen sind noch immer die alten Geräte zur Zuckerherstellung zu sehen, zum Beispiel calderas für die Melasse. Folgt man der Küste weiter, gelangt man nach Media Luna. Hier steht das Geburtshaus der Revolutionärin Celia Sánchez, in dem heute ein kleines Museum untergebracht ist. Noch weiter die Küstenstraße folgend gelangt man zu den Playas Las Coloradas. Dies ist der Ort, wo im Dezember 1956 die 82 Rebellen mit der Granma kubanischen Boden betraten. Ganz an der Südwestspitze von Granma befindet sich in der Nähe der Ortschaft Cabo Cruz mit El Guafe ein kleines Museum, in welchem präkolumbische Funde gezeigt werden. Östlich von El Guafe liegt der Parque Nacional Desembarco del Granma. Hier kann man entlang der Wegstrecke wandern, auf der auch die Revolutionäre nach der Landung der Granma entlanggingen. In diesem Gebiet gibt es viele Höhlen und vor allem auch eine Vielzahl an außergewöhnlichen Orchideen.

Provinz: Granma

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