Zentrum der Provinz Santiago de Cuba ist die gleichnamige Hauptstadt, der zweitgrößten Stadt Cubas und dem Zentrum des „schwarzen“ Cubas, berühmt auch für seinen alljährigen Karneval im Juli.
Statistische Daten
Hauptstadt: Santiago de Cuba
Fläche: 6.170km²
Einwohner: 1.016.600
Dichte: 165 Einwohner pro km²
Wie in keiner anderen Region des Landes mischen sich hier die Rassen und Kulturen und bereichern die “karibischste aller kubanischen Städte”, wie Santiago de Cuba auch genannt wird. Dies deutet allerdings auch schon auf das schwere historische Erbe dieser Region hin: Es war das Zentrum der Sklaven, die in der spanischen Kolonialzeit aus Schwarzafrika hierher deportiert wurden. Auch im Laufe der Geschichte stand Santiago de Cuba immer wieder im Mittelpunkt: Das Volk von Santiago ist ein Volk, das stolz darauf ist, dass es zur einzigen Heldenstadt der Republik Kuba gehört, ein Titel, der den außerordentlichen Beitrag der Menschen der Stadt in den Befreiungskämpfen der Kubaner würdigt. So ist auf dem Zentralfriedhof von Santiago de Cuba auch das Heldengrad von Jose Martí zu finden. Zudem steht in der Stadt die Moncada Kaserne, einem Symbol der sozialistischen Revolution. Am 26. Juli 1953 stürmten die Revolutionäre um Fidel Castro die Kaserne des verhassten Batista Regimes. Das Datum wird als Beginn der Revolution in Ehren gehalten.
Die Küste von Santiago de Cuba bietet malerische Strände, am karibischen Meer gelegen. Abseits der Küste wird das Land schnell hügelig und ist mit dichter Vegetation bewachsen.
Landwirtschaft (Bananen, Kakao und Kaffee), Bergbau (Eisen, Nickel) und etwas Tourismus sind die Haupterwerbsquellen der Provinz. Der Tourismus vor allem in der Stadt Santiago de Cuba erreicht ihren Höhepunkt, wenn im Juli dort der Karneval stattfindet.
Die Provinz Santiago de Cuba wird ihrerseits in neun Municipios unterteilt: