Die Provinz Granma ist aus der alten Provinz Oriente entstanden und liegt im Osten Cubas. Sie ist die einzige Provinz, die nicht nach ihrer Hauptstadt benannt ist, sondern nach der Yacht „Granma“, die untrennbar mit dem Beginn der Revolution verbunden ist.
Statistische Daten
Hauptstadt: Bayamo
Fläche: 8.327km²
Einwohner: 819.500
Dichte: 97,9 Einwohner pro km²
Zur spanischen Kolonialzeit war die Provinz Teil der alten Provinz Oriente. Hier fand 1959 die Landung der aus Mexiko kommenden Revolutionäre um Fidel Castro mit Yacht Granma statt, sie ist einer der Hauptschauplätze der kubanischen Revolution unter Fidel Castro. Die Provinz wurde nach der revolutionären Yacht benannt und ist somit die einzige Provinz Kubas, die nicht den Namen der jeweiligen Hauptstadt trägt.
Granma (engl. Kurzform von Grandma = "Großmutter") ist der Name einer Motor-Yacht, mit der 82 Revolutionäre der kubanischen „Bewegung des 26. Juli“ unter Führung von Fidel Castro am 25. November1956 von Tuxpan (Mexiko) nach Kuba übersetzten, um das Batista-Regime zu stürzen. Mit an Bord war unter anderem auch Ernesto Che Guevara.
Am 2. Dezember 1956 erreichten sie Kuba bei Playa Las Coloradas (südlich der Stadt Niquero in der heutigen, nach der Yacht benannten Provinz Granma). Die Landestelle ist heute Teil des nach der Landung benannten Desembarco del Granma Nationalparks.
Der Vertrauensmann der Revolutionäre, der die Gruppe nach der Landung in die Berge führen sollte, verriet die Aktion an die Regierungstruppen. Am 5. Dezember wurden die 82 Mann von Marinefliegern angegriffen und von 2.000 Mann Bodentruppen gejagt. Die Angriffe überlebten nur 22 Kämpfer. Von diesen zogen 12 unter Führung Fidel Castros in die Sierra Maestra. Die übrigen 10 wurden später in verschiedenen Orten Kubas festgenommen.
Die Provinz liegt im Osten am Golf von Guacanayabo und im Westen umfasst sie einen erheblichen Teil der Sierra Maestra. Dort an der Grenze zur Nachbarprovinz Santiago de Cuba liegt die höchste Erhebung des Landes, der Pico Turquino (1974 m ü.NN).
Die majestätischen Berge der Sierra Maestra, des größten kubanischen Gebirgsmassivs, das intensive Blau des Karibischen Meeres und die fruchtbaren Ebenen am Fluss Cauto, dem größten Fluss der Insel, machen Granma zu einer sehr kontrastreichen Provinz. Eine außergewöhnliche Terasse am Meer am Fuß des Gebirges, die reiche Flora und Fauna, über 40 archäologische Fundstätten der Kultur der Ureinwohner, historische Ereignisse aus den Unabhängigkeitskriegen der zweiten Hälfte des 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts sowie mehr als 60 km erforschbare Höhlen und Grotten motivierten die UNESCO, den Nationalpark Desembarco del Granma (Landungsstelle der Granma, gelegen zwischen Niquero und Cabo Cruz) zur Weltkulturstätte zu erklären.
Die Provinz Granma wird ihrerseits in 13 Municipios unterteilt: