Guantanamo
Guantanamo ist die wohl bekannteste Provinz Cubas, bedingt durch die US amerikanischen Militärbasis Guantanamo Bay Naval Base. Benannt ist die Provinz nach der Hauptstadt Guantanamo. Sie umfasst den östlichsten Zipfel der cubanischen Insel.
Statistische Daten:
Hauptstadt: Guantanamo
Fläche: 6.178km²
Einwohner: 507.300
Dichte: 82 Einwohner pro km²
Geschichte
Die Hauptstadt und Provinz hat ihren Namen von der Guantánamo-Bucht (spanisch Bahía de Guantánamo). Dies ist eine 20 Kilometer breite und acht Kilometer lange Bucht im Südosten Cubas, gelegen am karibischen Meer.
Bereits im Kolonialzeitalter stand die Guantánamo-Bucht im Fokus militärstrategischer Überlegungen. So wurde die Bucht zum Schauplatz eines britischen Landeunternehmens im Verlauf des so genannten „War of Jenkins' Ear“ (1739–1742). Im Rahmen eines Versuches, den westlich der Bucht gelegenen spanischen Hafen Santiago de Cuba einzunehmen, nutzte das eingesetzte britische Expeditionskorps die geographischen Vorteile der Bucht zunächst für die Landung ihrer Infanterie (23. Juli 1741). Als sich später herausstellte, dass ein Angriff über Land wegen der Unpassierbarkeit des einzigen Weges nach Santiago unmöglich war, reklamierten die Briten die Bucht für sich und benannten ihren Ankerplatz nach dem zweiten Sohn des damaligen englischen Königs „Cumberland Harbour“. Ihr weiter im Landesinneren gelegener Lagerplatz sollte zu einer dauerhaften britischen Befestigung auf Kuba ausgebaut werden und hieß – zu Ehren des Königs selbst – „Georgestadt“. Nachdem die britischen Truppen infolge von Tropenkrankheiten während ihres mehrmonatigen Aufenthaltes stark dezimiert worden waren, gaben sie das Unternehmen auf, zerstörten Georgestadt wieder und verließen die Insel im Dezember 1741.
Die wichtigste Stadt der Provinz Guantanamo wurde gegründet von Franzosen am Anfang des 19. Jahrhunderts, die vor dem Sklavenaufstand in Haiti flohen. Dies drückt sich noch heute in den vielen Spuren der französischen Architektur aus. Die Stadt liegt 30 km landeinwärts des Hafens Caimanera, der sich in der Bucht von Guantánamo befindet.
Auch im weiteren Verlauf blieb die Bucht von Guantanamo interessant im militärischen Sinne. Die geschützte Lage und das tiefe Wasser machen Sie als Marinestützpunkt für große Kriegsschiffe und später auch U-Boote interessant. Die Vereinigten Staaten nahmen Guantánamo Bay während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs 1898 ein. Seit 1903 ist Guantánamo von der amerikanischen Regierung gepachtet, wobei nach amerikanischer Auslegung der Pachtvertrag nur aufgelöst werden kann, wenn dem beide Parteien zustimmen. Der Pachtvertrag wurde 1934 nochmals um 99 Jahre verlängert. Noch heute unterhalten die USA mit der Guantanamo Bay Naval Base dort einen Flottenstützpunkt. Traurige, weltweite Bekanntheit erlangte dieser, als die USA dort ein Gefangenenlager im Rahmen des „Krieges gegen den Terror“ einrichteten. Mit dem Ziel, die Insassen außerhalb amerikanischer Gerichtsbarkeit zu halten, ist Guantanamo heute ein Synonym für amerikanische Menschrechtsverletzungen.
Geografie
Durchflossen wird die Provinz Guantanamo vom Fluss Guaso.
Wirtschaft
Die Provinz Guantanamo ist das Zentrum des cubanischen Kaffeeanbaus.
Verwaltungsgliederung
Die Provinz Guantánamo wird ihrerseits in zehn Municipios unterteilt:
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Baracoa (Baracoa)
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Caimanera (Caimanera)
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El Salvador (El Salvador)
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Guantánamo (Guantánamo)
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Imías (Imías)
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Maisí (La Máquina)
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Manuel Tames (Manuel Tames)
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Niceto Pérez (Niceto Pérez)
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San Antonio del Sur (San Antonio del Sur)
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Yateras (Palenque)
Östlich von Guantanamo liegt der Küstenstreifen der Costa Sur. Es ist der kargste Landstrich von Cuba. Hier treffen heiße Winde auf die Küste von Cuba und schaffen ein wüstenähnliches Klima. Entsprechend wachsen hier vor allem Kakteen und Sukkulenten.
La Farola ist eine spektakuläre Straße, die sich von der Südküste von Guantanamo durch die Berge bis zur Nordküste schlängelt. Sie beginnt an der Costa del Sur in der kleinen Stadt Cajobabo, wo 1895 José Martí und Máximo Gómez anlegten und ihren Krieg gegen Spanien begannen, und führt bis nach Baracoa an der Nordküste.
Fast am östlichsten Zipfel von Cuba, etwa 30 Kilometer östlich von Baracoa, liegt das Dorf Boca de Yumurí. Es ist benannt nach dem Fluss Yumurí, der hier in das Meer mündet. Boca de Yumurí ist ein traditionelles Fischerdorf mit bohíos – traditionellen palmengedeckten Hütten.
3 Sterne Hotel in Baracoa, Provinz Guantánamo
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