Camagüey
Die Provinz Camagüey liegt im Zentrum Cubas und ist nach der Hauptstadt Camagüey benannt. Im Norden wird die Provinz begrenzt vom Camagüey Archipel als Teil der Jardines del Rey, im Süden durch den Golf von Guacanayabo.
Statistische Daten:
Hauptstadt: Camagüey
Fläche: 15.990km²
Einwohner: 774.100
Dichte: 48,4 Einwohner pro km²
Geschichte
Die Provinz wurde durch Diego Velázquez schon 1515 als eine der ersten sieben kolonialen Villas im Namen der spanischen Krone besiedelt. Die erste Siedlung lag in der Bucht von Nuevitas und trug den Namen Santa Maria del Puerto del Principe. Durch ständige Angriffe durch Piraten und Indianer entschied man sich 1528, die Stadt in Landesinnere zu verlegen. Dennoch wurde die Siedlung 1668 durch Henry Morgan geplündert und fast vollständig niedergebrannt. Um zukünftig einen besseren Schutz vor Überfällen zu garantieren, baute man die Stadt mit einem verwinkelten Straßensystem auf: Kaum eine Straße steht rechtwinklig zu einer anderen. Dies sollte die Orientierung erschweren. 1903 wurde die Stadt schließlich in Camagüey umbenannt. Camagüey stammt aus dem indianischen Wortschatz und geht zurück auf die Legende eines Kaziken-Häuptlings dieser Region mit dem Namen Camagüei oder Camagüebax. Er wurde von Kolonialisten ermordet.
Geografie
Das Landesinnere der Provinz ist flach und bietet hauptsächlich Grasland. Im Norden der Provinz liegt das Archipel Camagüey. Es ist Teil der Jardines del Rey, eine Ansammlung von tausenden kleinen und kleinsten Inseln, den sogenannten Cayo´s. Sie sind heute Teil eines Naturparks und bieten traumhafte, abgelegene Sandstrände. Im Süden ist ebenfalls ein Naturpark mit den Jardines de la Reina, die teilweise zur Provinz Camagüey, teilweise zur Provinz Ciego de Avila gehören. Es wurde von Christoph Kolumbus zu Ehren der spanischen Königin Isabella die Katholische benannt. Es umfasst ca. 660 Koralleninseln. Hierzu gehören unter anderem Cayo Breton, Cayo Alcatráz, Cayo Grande, Cayo Caballones und Cayo Anclitas. Große Teile des Archipels sind Teil des kubanischen Nationalparks Parque Nacional Jardines de la Reina.
Wirtschaft
Der Tourismus ist auf den nördlichen und südlichen Inseln noch gering. Die Viehzucht ist in den Ebenen von Camagüey die dominierende Wirtschaftskraft.
Verwaltungsgliederung
Die Provinz Camagüey wird ihrerseits in 13 Municipios unterteilt:
-
Camagüey (Camagüey)
-
Carlos Manuel de Céspedes (Carlos Manuel de Céspedes)
-
Esmeralda (Esmeralda)
-
Florida (Florida)
-
Guáimaro (Guáimaro)
-
Jimaguayú (Jimaguayú)
-
Minas (Minas)
-
Najasa (Najasa)
-
Nuevitas (Nuevitas)
-
Santa Cruz del Sur (Santa Cruz del Sur)
-
Sibanicú (Sibanicú)
-
Sierra de Cubitas (Cubitas)
-
Vertientes (Vertientes)
Die Playa Santa Lucia ist der bekannteste Küstenabschnitt in der Region von Camagüey. Der Strandabschnitt ist 21 Kilometer lang und bietet feinen weißen Sand und klares Wasser. Nur etwa drei Kilometer vor der Küste liegt ein Korallenriff, welches die Küste vor den Strömungen des Canal Viejo de Bahamas schützt und somit für ein sehr ruhiges Meer sorgt.
Die Cayo Sabinal bildet zusammen mit der Cayo Romano und der Cayo Guajaba ein Naturschutzreservat. Auf den Inseln leben Hirsche und Rehe. Zudem ist hier die größte Flamingokolonie von Cuba beheimatet. An den Küsten der Inseln nisten zudem Meeresschildkröten.
Das vor der Südküste von Cuba im karibischen Meer liegende Archipel Jardines de la Reina wurde schon von Christoph Kolumbus entdeckt und zu Ehren der Königin Isabel de Castile benannt. Die Jardines de la Reina, im Deutschen „Gärten der Königin“, sind bisher nur mit dem Boot vom Fischerdorf Júcaro aus erreichbar. Der Bau eines Damms zum Archipel ist geplant.
3 Sterne Hotel an der Playa Santa Lucía, Provinz Camagüey
3 Sterne Hotel in Camagüey, Provinz Camagüey
3 Sterne Hotel an der Playa Santa Lucía, Provinz Camagüey
Kommentare (0)