Matanzas
Die Provinz Matanzas ist im Nordwesten Cubas gelegen, östlich angrenzend an die Hauptstadt Havanna und nach ihrer gleichnamigen Hauptstadt benannt. Neben der Hauptstadt sind in dieser Provinz auch noch die Tourismushochburg Varadero und das Biosphärenreservat der Halbinsel Zapata gelegen.
Statistische Daten:
Hauptstadt: Matanzas
Fläche: 11.978km²
Einwohner: 643.400
Dichte: 53 Einwohner pro km²
Geschichte
Entdeckt wurde die Bucht von Matanzas, in welcher die Hauptstadt der Provinz liegt, 1509 durch den spanischen Entdecker Sebastian Ocampo, als dieser Kuba umrundete. Die nördliche Atlantikküste Kubas wurde damals besiedelt von Siboney-Indianern. Ocampo enteignete die Indianer direkt ihres Landes und sprach es Siedlern von den kanarischen Inseln zu. Doch die Indianer wehrten sich dagegen, dass ihnen ihr Land weggenommen wurde und begingen ein Massaker (matanza) an den spanischen Siedlern. In Gedenken daran gründeten die Spanier im 17. Jahrhundert die Stadt Matanza, von der auch die Provinz ihren Namen erhielt.
Am 17. September 1628 überfiel der berühmte holländische Pirat und Freibeuter Piet Heyn in der Bucht von Matanza die spanische Silberflotte und erbeutete Schätze im Wert für die damalige Zeit unvorstellbaren Größe von 12 Millionen Gulden. Mit der erbeuteten unglaublichen Geldmenge konnten die Holländer den Achtzigjährigen Krieg finanzieren und zu ihren Gunsten beeinflussen.
Berühmtester Ort der Provinz ist aber wohl die Bahia de Cochinos, die heute unter dem Namen Playa de Giron bekannt ist – die Schweinebucht. Von den USA unterstützt und ausgestattet, landeten 1961 in der Bucht Exilkubaner. Ziel dieser Invasion war es, das kommunistische Regime Fidel Castros zu stürzen. Das Unterfangen scheiterte kläglich. Erwartet von kubanischen Verbänden unter direkter Führung Fidel Castros wurde die Invasion in kürzester Zeit aufgerieben.
Geografie
Der nördliche Teil der Provinz ist ziemlich eben und mit fruchtbaren Böden ausgestattet und damit sehr geprägt von der Landwirtschaft. Im Norden der Provinz befindet sich die kleine Halbinsel Varadero mit ihren Traumstränden, dass Tourismuszentrum Cubas für Pauschaltouristen. Der südliche Teil der Provinz wird von der Halbinsel Zapata eingenommen, einem Mangroven-Sumpf. Ein Teil der Halbinsel Zapata ist zum Naturschutzgebiet Parque Nacional de Zapata deklariert. In diesem finden sich eine Vielzahl an Vogelarten und Reptilien wieder.
Wirtschaft
Hauptwirtschaftsfaktor der Provinz Matanza ist die Landwirtschaft, vor allem mit dem Zuckerrohranbau, sowie der Tourismus auf der Halbinsel Varadero. Auf Varadero ist der Pauschaltourismus mit Hotel- und Strandurlaub auf Cuba zuhause. Der Zutritt ist Einheimischen nur im Rahmen einer Arbeitserlaubnis im Tourismusgewerbe möglich. Matanza ist auch das Zentrum der kubanischen Ölförderung, die allerdings bisher nur eine geringe Bedeutung für Cuba besitzt. Auf der Halbinsel Zapata gibt es zudem Krokodilfarmen.
Verwaltungsgliederung
Die Provinz Matanzas wird ihrerseits in 14 Municipios unterteilt:
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Calimete
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Cárdenas
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Ciénaga de Zapata (Verwaltungssitz: Playa Larga)
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Colón
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Jagüey Grande
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Jovellanos
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Limonar
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Los Arabos
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Martí
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Matanzas
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Pedro Betancourt
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Perico
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Unión de Reyes
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Varadero
Etwa sieben Kilometer westlich von Matanzas befindet sich die Bacunayagua-Brücke. Sie ist mit einer Höhe von 110 Metern die höchste Brücke von Cuba. Sie wurde im Jahr 1960 errichtet und überspannt den Fluss Yumurí.
Die Península de Zapata ist eine Halbinsel im Süden von Cuba mit unberührter Natur und üppiger Vegetation. Benannt wurde sie nach dem Grundbesitzer, der diese 1636 von der spanischen Krone zugesprochen bekam. Die Halbinsel ist größtenteils ein Sumpfgebiet und das am wenigsten besiedelte Gebiet von Cuba.
5 Sterne Hotel in Varadero, Provinz Matanzas
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